Einigkeit und Recht und Freiheit

Das Prinzip des dialektischen Dreischritts

In Grundlagen on 26. Februar 2012 at 13:25

Wir machen einen kurzen Abstecher in die Dialektik, weil deren Verständnis ebenso wie das Wissen um die Archetypen zur Grundvoraussetzung höherer Erkenntnis gehört. Immanuel Kant’s synthetische Denkweise der Synthese zwischen Vernunft und Sinneserfahrung im Erkenntnisprozeß eröffnete in der Philosophie die Perspektive eines die dualistischen Gegensätze auflösenden und zusammenführenden philosophischen Denkens. Kant’s synthetische Denkweise des „sowohl als auch“, die für den deutschen Idealismus bzw. für die deutsche Geistigkeit so charakteristisch ist, wurde bei G.W.F.Hegel zum Ausgangspunkt für eine neue dreigegliederte Gedankenkette (Triade), für den in der Dialektik seit Hegel charakteristisch angesehenen Dreischritt von der These über die Antithese zur Synthese. Das Wissen um den dialektischen Dreischritt ist von grundsätzlicher Bedeutung sowohl für das Verständnis Deutscher Geistigkeit als auch, um die Beschaffenheit von Wirklichkeit tiefgründig erfassen zu können.

Der Dreischritt der Hegelschen Dialektik ist eine Denk- bzw. Erkenntnismethode, die in der Vorstellung gründet, daß ein neuer Gedanke (Idee, Erfindung, Denkweise) in der Regel auf der Grundlage anderer, früher geäußerter Gedanken hervorgebracht wird, wodurch ein Spannungsfeld (Widerspruch) zwischen den beiden entgegengesetzten Denkweisen entsteht, das wiederum durch einen dritten Gedanken aufgehoben wird, der die beiden vorhergegangenen Standpunkte zur Synthese führt, indem er das jeweils Beste beider bewahrt, der aber im dialektischen Prozeß wieder zu einer These wird, auf den eine erneute Antithese folgt. Hegel verstand also Vernunft bzw. Erkenntnisfähigkeit nicht als etwas Statisches, sondern als etwas Dynamisches, das sich allmählich Schritt für Schritt entwickelt.

F.W. Schelling, welcher in der Dialektik nicht nur eine Methode sah, sondern darin – wie auch die kosmoterische Ontologie (Kosmoterik) das Grundprinzip realer Entwicklungen und Seinsordnungen erkannte, verband das Wort Dialektik als erster noch vor Hegel mit dem dialektischen Dreischritt. Schelling, der die Trennung von Geist und Materie gänzlich überwand, sah die Natur als eine lebendige Wirklichkeit, die aus sich selbst wirksam ist und ihre Erscheinungsweisen (Naturprodukte) in einem abgestuften dynamischen Entwicklungsprozeß von der leblosen Natur zu komplizierteren Lebensformen hervorbringt, in dem die Prinzipien der Polarität und der Steigerung wirken. Dabei unterscheidet Schelling zwischen der Natur als hervorgebrachtes Objekt und der Natur als produktiv gestaltendes Subjekt und betrachtet das gesamte Naturgeschehen als einen dialektischen Prozeß des Werdens, durch den sich das Göttliche in einem fortwährenden Schöpfungsprozeß manifestiert. Doch Schelling’s Philosophie, in der das Wesen des Deutschen Idealismus in ganz besonders charakteristischer Weise zum Ausdruck kommt, wurde nur von den wenigsten verstanden.

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Die Beschreibung der einzelnen Ebenen der Ontologischen Achse

In Ontologische Achse on 26. Februar 2012 at 12:39

Die zwölf Ebenen der Ontologischen Achse gliedern sich in drei grobstoffliche bzw. physische (unten), in vier feinstoffliche bzw. metaphysische (in der Mitte) und fünf rein spirituelle bzw. transphysische Bewußtseinsebenen (oben) auf. Die höchste Bewußtseinsebene der Ontologischen Achse (9. Dimension, allbewußte Polarität) ist die Bewußtseinsebene des kosmischen Allbewußtseins, welche als geistiger Quell allen Bewußtseins und aller Schöpfung jenseits von Raum und Zeit besteht und sämtliche Geschehnisse der Wirklichkeit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und damit auch alle raum-zeitlichen, diesseitigen Erscheinungsformen in geistiger Form enthält („Akashachronik“). Diese absolute Instanz allbewußten Geistes ist das Dasein des himmlischen All-Vaters, der das transzendente, kollektive Kosmische Selbst allen Seins ist und mit seinem ätherischen (geistigen) Bewußtseinslicht die gesamte Schöpfung – das Dasein der göttlichen All-Mutter – durchdringt.

(Anmerkung: Ohne das Dasein der raumzeitlichen materiellen Erscheinungswelt, der göttlichen All-Mutter [= immanenter Gottesaspekt], wäre das transzendente Dasein des himmlischen All-Vaters ohne jeglichen Sinn, weil die Schöpfung ansonsten nicht möglich wäre – beide bedingen sich im Rahmen des absoluten Schöpfungsprinzips gegenseitig! Der All-Vater ist in der All-Mutter [in den Erscheinungen der Schöpfung immanent allgegenwärtig], ebenso wie die All-Mutter im All-Vater [potentiell in transzendenter Weise] ist.)

Der allbewußte kosmische All-Vater ist über alle Zeiten im Entstehen, Werden und Vergehen aller Schöpfung gegenwärtig, er erfährt sich in ihren Erscheinungsformen und Prozessen selbst. Der kosmische All-Vater ist in allem, was ist, er ist alles, was einst war, was ist und was jemals sein wird, er ist mit allem eins – er ist die absolute Subjektivität (die Einheit von Subjekt und Objekt) und die absolute Individualität (das absolute ungeteilte Eine). In den esoterischen Wissenschaften wird die Bewußtseinsebene des kosmischen Allbewußtseins (All-Vater) auch als kosmisches Akashafeld bzw. als Akashachronik bezeichnet (Akasha = Äther = Geist), das alle Informationen des Universums aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthält. Alles Existierende, der gesamte Schöpfungsprozeß mit all seinen vielfältigen geistigen und materiellen Erscheinungsformen, ist Ausdruck des Denkens, Fühlens und Wollens dieser absoluten Instanz allbewußten Geistes, des kosmischen Allbewußtseins, welcher der All-Vater ist.

Die Bewußtseinsebene des allbewußten kosmischen Allvaters (des kosmischen Allbewußtseins) ist die Basis unseres Ich-Bewußtseins (das Kosmische Selbst), sie ist der von den Gefühlsstürmen des Alltagsdaseins freie, unzerstörbare, wie ein Fels in der Brandung stehende Punkt in unserem tiefsten Innern, der als strahlender Juwel das ruhende Zentrum unseres Bewußtseins bildet. Diese höchste Bewußtseinsebene (9. Dimension) ist der kosmische Pol der Ontologischen Achse, an dem alle einzelnen Seelen miteinander in einem Punkt verschmelzen. Dieser Punkt ist der dynamische spirituelle Mittel- und Ausgangspunkt aller sichtbaren wie auch aller unsichtbaren Schöpfung.

Ontologische Aufschlüsselung der Atlantischen Weltensäule

In Irminsul, Ontologische Achse on 26. Februar 2012 at 12:17

Der universal gültigen Wirklichkeit im Spannungsfeld der Polarität von Geist und Materie (Himmel und Erde) – das die atlantische Weltensäule als Symbol der Weltenseele darstellt – liegt eine absolute, allgemein gültige Ordnung als absolute Seinsgrundlage zugrunde, die alles Offenbarte und auch alles Verborgene durchdringt, zu der alles Relative in einer bestimmbaren Beziehung steht und die für alles Sein als wahres Maß und oberstes Gesetz gültig ist! Wie Platon überliefert, haben schon die alten Atlanter ihre Gesetze von der Heiligen Weltensäule abgeleitet, sie standen daher darauf geschrieben.

Im Spannungsfeld der Geist-Materie-Polarität liegt das größte Geheimnis der Schöpfung als ein einfacher Meßstab verborgen, hier finden wir das Maß aller Dinge, das seit Urzeiten den Inhalt der großen Mysterien bildet! Dieses Maß läßt sich auf einfache Weise philosophisch aus der Beziehung der beiden Pole von Geist und Materie (Himmel und Erde) ableiten, es ist nichts anderes als die aufgegliederte Verbindungsachse zwischen diesen beiden gegensätzlichen Polen der Wirklichkeit – die Geist-Materie-Polarität birgt es als Meßstab der Wirklichkeit in sich!

Dank des Privilegs des Überblicks über viele Jahrtausende Kultur-, Religions- und Philosophiegeschichte sowie der Erkenntnisse der neueren Mythen-, Seelen- und Bewußtseinsforschung (seit C.G. Jung) um das innere seelisch-geistige Wesen der Menschennatur ist es heute möglich, auch die kultischen Figuren und Symbole (All-Vater, All-Mutter, Jahresgott, Sonne, Mond, Himmel, Erde usw.), die im nordischeuropäischen Raum seit frühester Zeit neben der Weltensäule (Sonnensäule, Himmelsstütze, Irminsul, Yggdrasil) religiöse Verehrung finden, ontologisch zuzuordnen, so daß sich das Gott-, Welt- und Menschenbild unserer atlantisch-germanischen Vorfahren in einer zeitgemäßen, wissenschaftlichphilosophischen Form herausarbeiten läßt.

Vorbedingung dafür ist jedoch das Vorhandensein des grundlegenden Weltengerüsts, d.h. die Erarbeitung der tatsächlichen ontologischen Struktur der Weltenseele (Ontologie = die Wissenschaft vom Sein und dessen dimensionalen Aufbau).

Mit der Erkenntnis der drei kosmischen Urprinzipien ist es nun möglich, das urnordische Heiligtum der Weltensäule (Weltenseele) ontologisch weiter aufzuschlüsseln und in seiner gesamten dreigliedrigen Struktur darzustellen. Hierbei gilt es jedoch zu berücksichtigen, daß die grundlegende dreigliedrige Struktur des Geist/Körper/Seele-Prinzips, die sich in allen Erscheinungen der Schöpfung widerspiegelt, immer durch eine übergeordnete vierte Kategorie geistig-informativer Art ergänzt wird, welche diese dreieinige Struktur als ihre drei Erscheinungsweisen, ihre drei Phasen oder dgl. enthält.

So, wie sich die nordischen Götterwelten und alle Ablegerreligionen der nordisch-atlantischen Sonnen- und Säulenreligion in jeweils drei archetypische Götter aufgliedern, von denen immer einer für die qualitativen Attribute des Vater-Gottes (Wille-Macht-Aspekt), der Mutter-Göttin (Weisheits- bzw. Fruchtbarkeitsaspekt) und des Sohn-Gott (Liebes- bzw. Kohärenzaspekt) steht, so finden sich die Archetypen des kosmischen Dreiklangs auch im Wesen der Familie in Form von Vater, Mutter und Kind wieder. Wobei hier die Idee und das Wesen der Familie die vierte, übergeordnete Kategorie bildet und als Vierheit die Ganzheit bzw. die Einheit ausmacht – das Ganze ist mehr als die Summe seiner (drei) Einzelglieder!