Einigkeit und Recht und Freiheit

Die Beschreibung der einzelnen Ebenen der Ontologischen Achse

In Ontologische Achse on 26. Februar 2012 at 12:39

Die zwölf Ebenen der Ontologischen Achse gliedern sich in drei grobstoffliche bzw. physische (unten), in vier feinstoffliche bzw. metaphysische (in der Mitte) und fünf rein spirituelle bzw. transphysische Bewußtseinsebenen (oben) auf. Die höchste Bewußtseinsebene der Ontologischen Achse (9. Dimension, allbewußte Polarität) ist die Bewußtseinsebene des kosmischen Allbewußtseins, welche als geistiger Quell allen Bewußtseins und aller Schöpfung jenseits von Raum und Zeit besteht und sämtliche Geschehnisse der Wirklichkeit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und damit auch alle raum-zeitlichen, diesseitigen Erscheinungsformen in geistiger Form enthält („Akashachronik“). Diese absolute Instanz allbewußten Geistes ist das Dasein des himmlischen All-Vaters, der das transzendente, kollektive Kosmische Selbst allen Seins ist und mit seinem ätherischen (geistigen) Bewußtseinslicht die gesamte Schöpfung – das Dasein der göttlichen All-Mutter – durchdringt.

(Anmerkung: Ohne das Dasein der raumzeitlichen materiellen Erscheinungswelt, der göttlichen All-Mutter [= immanenter Gottesaspekt], wäre das transzendente Dasein des himmlischen All-Vaters ohne jeglichen Sinn, weil die Schöpfung ansonsten nicht möglich wäre – beide bedingen sich im Rahmen des absoluten Schöpfungsprinzips gegenseitig! Der All-Vater ist in der All-Mutter [in den Erscheinungen der Schöpfung immanent allgegenwärtig], ebenso wie die All-Mutter im All-Vater [potentiell in transzendenter Weise] ist.)

Der allbewußte kosmische All-Vater ist über alle Zeiten im Entstehen, Werden und Vergehen aller Schöpfung gegenwärtig, er erfährt sich in ihren Erscheinungsformen und Prozessen selbst. Der kosmische All-Vater ist in allem, was ist, er ist alles, was einst war, was ist und was jemals sein wird, er ist mit allem eins – er ist die absolute Subjektivität (die Einheit von Subjekt und Objekt) und die absolute Individualität (das absolute ungeteilte Eine). In den esoterischen Wissenschaften wird die Bewußtseinsebene des kosmischen Allbewußtseins (All-Vater) auch als kosmisches Akashafeld bzw. als Akashachronik bezeichnet (Akasha = Äther = Geist), das alle Informationen des Universums aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthält. Alles Existierende, der gesamte Schöpfungsprozeß mit all seinen vielfältigen geistigen und materiellen Erscheinungsformen, ist Ausdruck des Denkens, Fühlens und Wollens dieser absoluten Instanz allbewußten Geistes, des kosmischen Allbewußtseins, welcher der All-Vater ist.

Die Bewußtseinsebene des allbewußten kosmischen Allvaters (des kosmischen Allbewußtseins) ist die Basis unseres Ich-Bewußtseins (das Kosmische Selbst), sie ist der von den Gefühlsstürmen des Alltagsdaseins freie, unzerstörbare, wie ein Fels in der Brandung stehende Punkt in unserem tiefsten Innern, der als strahlender Juwel das ruhende Zentrum unseres Bewußtseins bildet. Diese höchste Bewußtseinsebene (9. Dimension) ist der kosmische Pol der Ontologischen Achse, an dem alle einzelnen Seelen miteinander in einem Punkt verschmelzen. Dieser Punkt ist der dynamische spirituelle Mittel- und Ausgangspunkt aller sichtbaren wie auch aller unsichtbaren Schöpfung.

Die Bewußtseinsebene des allbewußten kosmischen Allvaters ist der Ursprung all der Lebenskraft und Intelligenz (Kosmischer Logos), die jedes Individuum für sei ne Entwicklung benötigt. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, diesen göttlichen Kern in sich selbst zu erkennen und daraus zu schöpfen.

Als allbewußte Polarität enthält die Bewußtseinsebene des kosmischen Allbewußtseins (All-Vater) ein unendliches geistiges Möglichkeitsspektrum (allumfassendes Bewußtseinspotential), das nicht nur die Bewußtseinsinhalte der archetypischen Wahrnehmungsqualitäten des kosmischen Vaterarchetypus umfaßt, sondern auch das geistige Wahrnehmungsspektrum der All-Mutter (kosmischer Mutterarchetypus) sowie sämtliche Zwischenstufen an mehr oder weniger ausgewogenen Bewußtseinsqualitäten zwischen den zwei antagonistischen Polen geistiger Wahrnehmung (den polaren Archetypen) als Einheit allbewußten Geistes mit einschließt!

Diese Einheit allbewußten Geistes (All-Vater) offenbart ihr unendliches, allumfassendes geistiges Potential im Fluß der Zeit in den Erscheinungsweisen und Prozessen der Schöpfung. Dabei durchdringt der allbewußte All-Vater all die Erscheinungsweisen und Prozesse der Schöpfung mit einer harmonisch ausgewogenen archetypischen Bewußtseinsqualität seines unendlichen geistigen Möglichkeitsspektrums (kosmischer Christus – wird weiter hinten erklärt), wodurch die gesamte physische Schöpfung, d.h. alle Erscheinungen und Prozesse des sich selbst unbewußten Naturreichs (des Materiereichs; 1. Dimension des Seins) nach ewig gültigen kosmischen Urprinzipien und Gesetzmäßigkeiten in vollkommener Weise gestaltet sind (Hinweis: Daher befindet sich die 9 im Magischen Quadrat unten, d.h. im Materie- bzw. Naturreich).

Der nach dem Bilde Gottes geschaffene Mensch ist das Lebewesen mit dem höchsten geistigen Möglichkeits- und Freiheitsgrad (Individualitätsgrad), was ihn einerseits zur individuellen Wahrnehmung (indivisus = ungeteilt von göttlichem Geist) und damit zur göttlichen Selbsterkenntnis befähigt, andererseits aber auch Möglichkeiten einräumt, sich über kosmische Gesetzmäßigkeiten hinwegzusetzen und sein göttliches ICH zu verleugnen. Der Mensch ist dazu bestimmt, am kosmischen Logos (am unendlichen geistigen Potential bzw. Möglichkeitsspektrum des kosmischen Allbewußtseins; All-Vater) in Selbstanstrengung und in eigenverantwortlicher Weise bewußt zu partizipieren und die gewonnenen Erkenntnisse im Leben zum Wohle des Ganzen zur Verwirklichung zu bringen. Was ihm oft nur schwer gelingt, denn der Mensch läuft dabei Gefahr, daß er die ihm zur Verfügung stehenden Wahrnehmungs- bzw. Bewußtseinsqualitäten in unausgewogener, einseitiger Weise zur Anwendung bringt, damit den kosmischen Christus in seinem Denken, Fühlen, Wollen und Handeln unterdrückt und so großes Karma und Unheil schafft – zur Wahrnehmung des Menschen weiter hinten Genaueres.

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Auf der Ontologischen Achse sind die Wirklichkeitskategorien Geist (1 = allbewußte Polarität), Materie (2 = sich selbst unbewußte Polarität) und Seele (3 = begrenztbewußte Polarität) als Potentialebenen zu verstehen, die sich jeweils wieder in dreigliedriger Weise aufschlüsseln lassen.

GEIST-KATEGORIE: Die kosmische Wirklichkeitskategorie des Geistes (allbewußte Polarität; All-Vater; kosmisches Allbewußtsein; 9. Dimension) gliedert sich auf der Ontologischen Achse in die drei archetypischen spirituellen Wahrnehmungsqualitäten auf, welche sich aus den drei kosmischen Urprinzipien ableiten und die drei Archetypen des Bewußtseins ausmachen (= archetypischen Kategorien der Wahrnehmung).

Diese drei archetypischen Wahrnehmungskräfte, die dem Menschen in seiner spirituellen Entwicklung zur Verfügung stehen, sind: die nach Vergeistigung strebende Innenweltwahrnehmungskraft, die Wahrnehmungsqualität des Mutterarchetypus (Luziferkraft; Weisheitsaspekt; Instinkt, Vernunft; Bauchintelligenz; Attribute der weiblichen Psyche; rechte Gehirnhälfte; 8. Dimension); die Bewußtseinskraft der Mitte, die Kohärenzkraft bzw. Liebesfähigkeit, zwischen den gegensätzlichen Polen der inneren und äußeren Wahrnehmung ausgleichende und die Einheit herbeiführende Wahrnehmungsqualität (Christuskraft; Liebes-, Erkenntnis- bzw. Wahrheitsaspekt; Heiliger-Geist-Archetypus; ganzheitlichausgewogenes androgynes Bewußtsein; Intuition; Herzintelligenz; Gehirnbalken; 7. Dimension) und die auf die materielle Welt ausgerichtete, sich im Materiellen verwirklichen wollende Bewußtseinsqualität, die Wahrnehmungsqualität des Vaterarchetypus (Ahrimankraft; Kraft-Wille- bzw. Macht-Aspekt; Außenweltwahrnehmungskraft; Intellekt, Logik; Kopfintelligenz; Attribute der männlichen Psyche; linke Gehirnhälfte; 6. Dimension).

(Anmerkung: Wir haben die Bezeichnungen Luzifer, Christus und Ahriman aus der Terminologie Rudolf Steiner’s übernommen, da dieser die dreifache Wesensgestalt des Menschen in der Neuzeit als erster wiederentdeckte, wenn auch noch nicht in ihrer ganzen Bedeutung für den Wahrnehmungsprozeß erfaßt hatte – Steiner sprach von der dreifachen Wesensgestalt des Menschen, er hatte die drei Archetypen jedoch noch nicht als Wahrnehmungskräfte des Menschen erkannt, sondern sah sie als personale kosmische Wesenheiten. Das Wissen um diese dreieinigen Wesensqualitäten gehörte bei den Atlantern schon vor Jahrtausenden zum Urweistum, wie die Uressenzen der Kabbala belegen, das die Juden von den Philistern übernommen und als eine dem Mosaismus diametral entgegenstehende Geheimlehre überliefert haben.)

Die drei Archetypen sind strukturelle Komponenten des kosmischen Allbewußtseins (All-Vater; 9. Dimension). Diese im tiefen Unterbewußtsein des Menschen latent vorhandenen archetypischen Grundstrukturen des Wahrnehmungsvermögens bilden dem Menschen unbewußte, seiner Individuation und damit auch der geistigkulturellen Entwicklung der Völker rahmengebende Faktoren in Form übergelagerter, unbewußter archetypischer Muster und Motive der Wahrnehmung, der Glaubens- und Wertvorstellungen, des Rollenverständnisses, des Vorstellungs- und Denkvermögens, sowie des Empfindungs- und Ausdrucksvermögens.

(Anmerkung: In verschiedenen von der nordischen Sonnen- und Säulenreligion abstammenden Religionen wurden bzw. werden diese drei archetypischen spirituellen Wahrnehmungsqualitäten [Archetypen] als dreieinige Götterwelten verehrt, dort wird den Vater-Gottheiten die kosmische Zerstörer-Kraft [ständige Veränderung, ewiger Wandel = Hagal], den Mutter-Gottheiten die irdische Schöpfer-Kraft [Fruchtbarkeit, Weisheit, Kreativität] und dem ausgleichenden dritten Prinzip die Erhalter-Kraft zugeordnet. Die 9. Dimension [All-Vater; kosmisches Allbewußtsein] galt in der atlantischgermanischen Kultur als das himmlische Asgard.)

Schon C.G. Jung hatte ähnliche archetypische Kategorien der Wahrnehmung erkannt. Bei seinen praktischen Forschungen entdeckte er, daß bei verschiedensten Patienten in den Sitzungen immer wieder gleiche oder ähnliche Inhalte auftauchten, die im Unterbewußtsein fest verankert zu sein schienen. Daraus schloß er auf eine die individuelle Psyche überschreitende Dimension des Unbewußten im Unterbewußtsein der Menschen,

die er das „kollektive Unbewußte“ nannte, das auf der ontologischen Achse die höchste Bewußtseinsebene des Menschen und des gesamten Daseins – die 9. Dimension – bildet. In den Sitzungen mit seinen Patienten tauchten wiederholt mythologische Motive auf, die unabhängig von der Erziehung und Bildung der Patienten die gleichen waren, die sogenannten Archetypen, die Jung als Grundstrukturen menschlicher Erfahrung definiert hat.

Nach Jung entfalten sich die Archetypen, je nachdem, wie der einzelne Mensch sie in seinem Bewußtsein unterdrückt oder zur freien Entfaltung bringt, analog zu den ihnen entsprechenden Situationen des menschlichen Lebens – den weiblichen Archetypus hat Jung „Anima“ genannt und den männlichen „Animus“. Diese beiden gegensätzlichen Archetypen des Bewußtseins, die wir Luzifer und Ahriman nennen, bezeichnet

Jung auch als „projektionsbildende Faktoren“ der männlichen bzw. der weiblichen Psyche. Diese projektionsbildenden Faktoren bilden in ihrer Vielschichtigkeit und Intensität den Hintergrund des sog. „Schattens“, der sich, wenn ein archetypischer Wahrnehmungsaspekt unterdrückt wird, in der 5. Dimension als das „persönliche Unbewußte“ (C.G. Jung – wird nachfolgend erklärt) konstituiert und auf den darunter liegenden feinstofflichen Entwicklungsebenen der Ontologischen Achse die Wahrnehmung und das Verhalten maßgeblich beeinflußt.

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SEELE-KATEGORIE: Die kosmische Wirklichkeitskategorie der Seele (begrenzt bewußte Polarität) der grundlegenden kosmischen Geist-Körper-Seele-Dreieinheit steht auf der Ontologischen Achse für die Potentialebene des Individualbewußtseins (5. Dimension), die wir auch als das HÖHERE SELBST bezeichnen. Das Höhere Selbst charakterisiert den bisher entwickelten Ausbildungsgrad des Individualbewußtseins einer jeweiligen individuellen Einzelseele und somit den jeweiligen Status Quo der individuellen Einzelseele bzw. die bisher erlangte spirituelle Entwicklungsstufe des Menschen. Das jeweilige Individualbewußtsein kennzeichnet auch die Vorstellungskraft (Vorstellungsvermögen), die Auffassungsgabe sowie den Intelligenzgrad (darunter ist nicht der Intellekt zu verstehen!) des individuellen Menschen und ist somit für seine individuelle Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit bestimmend.

(Anmerkung: Unter dem Begriff „Grad des Individualbewußtseins“ ist im ontologischen Zusammenhang (lat. indivisus = ungeteilt) zu verstehen, inwiefern der Mensch befähigt ist, ungetrennt von göttlicher (vollkommener) Wahrnehmung zu empfinden bzw. wahrzunehmen, d.h., inwiefern der Mensch das Göttliche (Wahrheit) in der Welt erkennen und bewußt wahrnehmen kann – „Gott sehen heißt, zu sehen, wie Gott sieht“ [Meister Eckhart].)

Die 5. Dimension ist die Bewußtseinsebene der sich erfahrenden Einheit, sie ist die begrenzt bewußte Polarität. Die Bedeutung der Zahl 5 erkannte auch schon Schiller, denn er schreibt in „Piccolomini“ (II, 1): „Fünf ist des Menschen Seele. Wie der Mensch aus Gutem und Bösen ist gemischt, so ist die fünfte die erste Zahl aus Grad` und Ungerade“. Unsere germanischen Vorfahren betrachteten diese Ebene in der Mitte der Weltenseele als das Reich des Menschen und bezeichneten es als Midgard. Das Höhere Selbst bzw. der Grad des Individualbewußtseins ist eine sich im Laufe des Lebens/der Leben durch den fortschreitenden Prozeß der spirituellen Entwicklung allmählich verändernde, individuelle spirituelle Richtgröße im Unterbewußtsein des Menschen, die dieser in das jeweils nächste Leben mitnimmt und ständig weiterentwickelt. Die 5. Dimension, die Ebene des Höheren Selbst, ist im ontologischen Sinn als eine Potentialebene des menschlichen Unterbewußtseins zu verstehen, auf der sich das individuelle Potential an individuellen Fähigkeiten, Begabungen, Talenten, Prädestinationen und Charakterqualitäten befindet, das die individuelle Seele im Laufe ihrer bisherigen Inkarnationen durch bewußte Wahrnehmung und Erfahrungen schon entwickelt hat. Dieses Potential an individuellen Qualitäten befindet sich im Unterbewußtsein in potentieller Bereitschaft und tritt im jeweiligen Leben oft schon im Kindesalter in Erscheinung.

Das Höhere Selbst bzw. die 5. Dimension des Bewußtseins ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgebildet. In der 5. Bewußtseinsdimension befindet sich aber nicht nur individuell-lichtes Bewußtseinspotential, sondern dort sind bei allen Menschen auch mehr oder weniger dunkle Bereiche (Schatten) vorzufinden, karmische Dispositionen und dem Menschen unbewußte Aspekte seiner Persönlichkeit, welche Jung als das „persönliche Unbewußte“ bezeichnet – auch dieses bildet einen integralen Bestandteil des Höheren Selbst (Integration des Schattens = Bewußtwerdung des persönlichen Unbewußten).

Da das Höhere Selbst des individuellen Menschen Licht- und Schattenanteile enthält, weiß es auch, was der Mensch im Leben noch zu lernen hat. Es kennt den höheren Sinn, die kosmische Aufgabe und die göttliche Verwirklichungsabsicht des Menschen für sein jeweiliges Leben und ist bestrebt, das Potential der individuellen Seele weiterzuentwickeln und im Leben zur Verwirklichung zu bringen.

Der Schatten („das persönliche Unbewußte“) teilt das persönliche Bewußtseinspotential in bewußte und unbewußte Anteile. Licht und Schatten auf der Ebene des Höheren Selbst (5. Dim.) sind die konstituierenden Elemente der Persönlichkeit eines Menschen. Die im Individuationsprozeß von der jeweiligen individuellen Einzelseele selbst geschaffene Konstellation von Licht und Schatten, die ja ständig aus dem Unterbewußtsein ins Leben hineinwirkt, bildet die inneren spirituellen Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen für die weitere seelische Entwicklung des Individuums, sie zeichnet die zu erwartenden Bilder ((karmisch bedingte Ereignisse, anstehende Entwicklungsprozesse) vor und projiziert seine voraussichtliche individuelle Entwicklungsaufgabe bzw. seinen wahrscheinlichen Lebensplan (Bestimmung).

Der Schatten („das persönliche Unbewußte“) ist jedoch nicht grundsätzlich als statisch zu betrachten, sondern dieser besitzt eine dynamische Qualität und kann je nach Individuationsfortschritt abgebaut, umgestaltet oder auch vergrößert werden (letzteres bedeutet einen Rückschritt in der spirituellen Entwicklung). Auf der Ebene des Höheren Selbst gibt es unterschiedlich verschattete Bereiche, von leicht verschleierten Bereichen, über Rand- und Teilschatten bis hin zu tief dunklen Kernschatten mit fließenden Übergängen, die sich in einem ständigen dynamischen Auflösungs- bzw. Verdichtungsprozeß befinden, der dadurch bestimmt wird, inwieweit es dem jeweiligen Menschen gelingt, seinen individuellen göttlichen Seelenplan – d.h. das, was der kosmische

All-Vater (das Kosmische Selbst) durch ihn zum Ausdruck bringen will – im Lebensalltag zu verwirklichen, ohne dabei Teilaspekte seiner archetypischen spirituellen Seelenqualitäten zu verdrängen.

Die grundsätzliche Annahme der Reinkarnation der Seelen als Realität, auf der die hier dargestellten Erkenntnisse beruhen, macht es erforderlich, den von C.G. Jung eingeführten Begriff des „Schattens“ in „Schatten 1. Grades“ und „Schatten 2. Grades“ aufzugliedern. Während der Schatten 1. Grades, den der Mensch aus seinem jeweiligen Vorleben mitbringt, als integraler Bestandteil des Höhere Selbst die äußeren Umstände, anfänglichen Rahmenbedingungen (Intelligenzgrad, miasmatische Krankheitsdispositionen, charakterliche Neigungen, die Psycho-Physiognomie des Menschen usw.) und die astrologische Konstellation zu Beginn einer neuen Inkarnation maßgeblich bestimmt, ebenso aber auch seine spirituelle Entwicklungsstufe und seine geistig-charakterlichen Anlagen charakterisiert, bilden die jeweiligen Schattenanteile, welche das Individuum in der aktuellen Inkarnation durch Verdrängungen selber schafft, der Schatten 2. Grades, den direkten psychischen Hintergrund des Krankheitsgeschehens und der Verhaltensstörungen in seinem aktuellen Leben. Letztendlich bedeutet Heilung von Krankheit immer auch das Abarbeiten des Schattens! (Genaueres dazu in der Schrift: Die Hintergrunddispositionen der menschlichen Psyche).

Die Potentialebene des Individualbewußtseins bildet auf der Ontologischen Achse die 4. übergeordnete Kategorie der drei darunterliegenden Individuationsebenen (geistigpsychiche Entwicklungsebenen der Einzelseele), die sich aus den drei biologischen Keimblättern ableiten und auch in den drei entsprechen Gehirnarealen zum Ausdruck kommen – diese sind auf der Ontologischen Achse:

  • die Entwicklungsebene des Mentalbewußtseins (Großhirnhemisphäre; Ektoderm; 4. Dim.).

  • die Entwicklungsebene des Emotionalbewußtseins (limb. System, Zwischenhirn u. Kleinhirn; Mesoderm; 3. Dim.)

  • die Entwicklungsebene des Triebbewußtseins (Stammhirn; Entoderm; 2. Dim.)

Diese drei Bewußtseinsebenen bilden den Entwicklungsbereich der feinstofflichen Psyche des Menschen, sie sind die psychisch-geistigen Ausdrucks-, Erfahrungs-, Erkenntnis- und auch Konfliktebenen der spirituellen Evolution des Menschen. Auf diesen Ebenen wirken die in der ontologischen Hierarchie übergeordneten archetypischen Bewußtseinskräfte (6., 7. u. 8. Dim.) in Abhängigkeit des Schattens – der jeweiligen Muster und Motive – (5. Dim.) und bestimmen das Trieb-, Emotional und Mentalbewußtsein (das Wollen, Fühlen und Denken) des individuellen Menschen und sein Konfliktverhalten (siehe Germanische Neue Medizin) auf diesen Ebenen.

Im Laufe der Entwicklung des Menschen muß sich der Mensch immer wieder mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen (Außenwelt) auseinandersetzen und Lösungen für seine Probleme, sein Überleben und seine Weiterentwicklung finden. Die Probleme und Konflikte, die sich für den Menschen in seiner spirituellen Evolution ergeben, schlagen sich immer in diesen drei feinstofflichen (metaphysischen) Entwicklungskörpern seiner Psyche nieder, durch welche sie im Wahrnehmungsprozeß dann wiederum nach außen projiziert werden. Der Mensch entwickelt diese drei feinstofflichen Bewußtseinskörper seiner Psyche, indem er die entsprechenden Bewußtseinsinhalte aus der Außenwelt (bzw. den Schatten von der darüberliegenden individuellen Potentialebene) in sein Bewußtsein, also in diese drei Entwicklungskörper integriert.

Der Mentalkörper (Ebene des Mentalbewußtseins) ist in der Großhirnrinde ansässig, er ist das Organ zur individuellen Bewußtwerdung. Die Großhirnrinde ist der Vorstellungsraum und das mentale Instrument, mit dem der Mensch sich seine Beziehungen zur Welt bewußt macht. Die Großhirnrinde ist eine Antenne für Abbilder der Innen- (rechte GH) und Außenwelt (linke GH), auf dieser Ebene reflektiert der Mensch seine Sinneseindrücke mental und kann so durch Erkenntnisprozesse mit seiner Außenwelt immer weiter in Kohärenz treten, indem er sich das „Material der Erkenntnis“ (I. Kant) nach und nach zu eigen macht. Ohne mentale Reflexion findet kein spiritueller Entwicklungsfortschritt statt! – Genaueres weiter hinten.

Durch den Emotionalkörper, der im limbischen System, Zwischenhirn u. Kleinhirn seinen Sitz hat, werden die neuen, aus der Außenwelt erhaltenen Informationen daraufhin überprüft, ob sie mit dem jeweils vorhandenen inneren Gefühlsempfindungspotential (vor allem die Integrität und den Selbstwert betreffend) in Kohärenz (Einklang) gebracht und integriert werden können. Hier werden die jeweiligen Gefühlsstimmungen zu den Beziehungen hervorgebracht, die der Menschen zur Welt hat.

Gefühle sind seelische Empfindungsqualitäten und Erregungszustände individuellen Erlebens unterschiedlicher Thematik und wechselnder Intensität, die das persönliche Erleben und die Grundstimmung eines Menschen entscheidend färben. Es ist zu unterscheiden zwischen einerseits sinnlich-leibbezogenen (äußeren) Gefühlsqualitäten bzw. – Zuständen wie Behaglichkeiten, Anspannungen, Wachheit, Müdigkeit, Hunger, Durst, körperliche Stärke bzw. Schwäche, Schmerz, und andererseits inneren Gefühlsqualitäten bzw. -Zuständen wie Freude, Liebe, Glück, Besorgnis, Zorn, Aggression, Hoffnung, Ärger, Antipathie, Trauer, Furcht, Grauen, Entsetzen usw.

Die Gefühle eines Menschen sind jedoch niemals getrennt von dem jeweiligen inneren Denken und Wollen zu sehen. Die inneren Gefühlsqualitäten machen in Verbindung mit dem jeweils vorhandenen instinktiven Mental- (Denken) und Triebbewußtsein (Wollen) die Grundstimmung, die Ahnungen, den Orientierungssinn und die Neigungen des Menschen zu Fröhlichkeit, Traurigkeit, Zuversicht, Sorge, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Mut, Lust und Unlust aus. Das Denken, Fühlen und Wollen bildet immer eine untrennbare Ganzheit.

Ob Gefühle vom einzelnen Menschen erwünscht oder zugelassen und zum Ausdruck gebracht werden, ist in hohem Grade von den moralischen und religiösen Grundsätzen, verschiedenen Zeiten (Bio-Rhythmen), kultureller Prägung und gesellschaftskompatiblen Gesichtspunkten abhängig – aus ontologischer bzw. psychoanalytischer Sicht werden sie maßgeblich durch die psychischen Hintergrunddispositionen (Muster, Schatten = Charaktereigenschaften, Individualitätsgrad, Karma usw.) bestimmt.

Der Triebkörper ist der niederste der drei feinstofflichen psychischen Bewußtseinskörper. Das Urstreben nach Einheit nützt die Natur mit dem Triebbewußtsein aus, welches sich auf der physischen Ebene als das Stammhirn der Menschen bzw. Lebewesen manifestiert, durch welches die angeborenen Programme für die Fortpflanzung und das Überleben gesteuert werden. Das Triebbewußtsein ist eine notwendige und solide Voraussetzung für die Entwicklung des Menschen bzw. der Lebewesen, da es im entwickelten Zustand die sich automatisch einschaltenden Programme, Reaktionen, Triebe, Reflexe und Instinkte das Überleben, die Fortpflanzung und die Arterhaltung sichert und somit den weiteren Bewußtwerdungsprozeß (Vergeistigung) gewährleistet.

Der Mensch besitzt jedoch nicht nur angeborene, starre Triebbewußtseinsprogramme, sondern hat auch die Aufgabe, diese Programme weiterzuentwickeln und sein Triebverhalten zu disziplinieren. Der Mensch bildet sein Triebbewußtsein aus, indem er auf dieser Bewußtseinsebene je nach seiner Entwicklungsstufe die Herausforderungen, die das Leben ihm stellt, bewältigt und somit das zuvor Unbewußte als bewußtes Potential in sein Bewußtsein integriert.

Da alle drei feinstofflichen psychischen Bewußtseinskörper, so unterschiedlich ihre Aufgaben auch sind, in der menschlichen Psyche immer eine zusammengehörige Ganzheit und Einheit bilden, sollten das Mental-, Emotional- und Triebbewußtsein in den jeweiligen Entwicklungsphasen immer möglichst ausgewogen und entsprechend angemessen aufeinander abgestimmt sein.

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MATERIE-KATEGORIE: Auch die kosmische Wirklichkeitskategorie der Materie (unbewußte Polarität) der grundlegenden kosmischen Dreieinheit, das Natur- bzw. Materiereich, die 1. Dimension des Seins auf der Ontologischen Achse, setzt sich aus einer Potentialebene, dem Astralkörper (= 4. übergeordnete Kategorie), und drei Entwicklungs- bzw. Entfaltungsebenen zusammen, die als Informationskörper, Energiekörper (auch Vitalkörper genannt) und Materiekörper bezeichnet werden. Diese vier Körper bilden zusammen das Materiereich, als unterste Bewußtseinsebene der Ontologischen Achse.

Der Astralkörper bildet die Potentialebene und vierte übergeordnete Kategorie des Materiereichs. Das Potential des Astralkörpers einer jeweiligen Erscheinung der Schöpfung enthält in feinstofflicher Form den Bedeutungsinhalt dessen, was er in Abhängigkeit der Zeit in der Physis bilden bzw. darstellen soll, d.h., der Astralkörper enthält die geistige Blaupause dessen, was eine jeweilige Erscheinung in der grobstofflichen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt (Zeitaspekt).

Seinen individuellen Astralkörper beeinflußt der Mensch als Schöpfer 2. Grades bewußt oder unbewußt durch all die seelischen Prozesse (Erfahrungs-, Erkenntnis-, psychische Konfliktprozesse usw.), die in seinen dem Astralkörper übergeordneten Bewußtseinsdimensionen ablaufen. Aus dem Informationsgehalt des Astralkörpers bildet sich auf den drei darunterliegenden grobstofflichen Ebenen der Informations- und Energieinhalt der DNS, welche der grobstoffliche Informationsträger ist und die Grundlage für die Gestalt und Ausbildung des physischen Körpers bildet.

Der Astralkörper und die drei ihm auf der Ontologischen Achse untergeordneten grobstofflichen Bewußtseinsebenen Informationskörper, Energiekörper und Materiekörper werden in den esoterischen Wissenschaften auch als die vier niederen Körper bezeichnet. Sie stehen u.a. auch für die vier physikalischen Wirklichkeitskategorien der materiellen Erscheinungswelt, Masse, Energie, Raum und Zeit, die auch als die vier Säulen der Physik bezeichnet werden. Jegliche materielle Erscheinung, auch die „unbelebte“ Materie, besitzt eine mehr oder weniger große Masse (bzw. ist in gewisser Form daran gebunden), enthält in irgendeiner Form Energie, nimmt einen Raum ein und besteht immer nur eine gewisse Dauer in der Zeitlichkeit.

Die untersten drei Bewußtseinsebenen der Ontologischen Achse entsprechen den drei Informationszuständen der Biophotonenlehre nach Fritz A. Popp (hierzu empfehlen wir das Buch Biophotonen – das Licht in unseren Zellen, Marco Bischof, Zweitausendeins-Verlag, ISBN 3-86150- 095-7, sowie unsere Broschüre: Einführung in die Biophotonenlehre). Die Erkenntnisse der Biophotonenlehre, welche die Beschaffenheit und Beziehung zwischen den drei Informationszuständen des Lichts beschreibt, sind sehr hilfreich, um die kausalen Zusammenhänge zwischen den vier Wirklichkeitskategorien des Materiereichs zu verdeutlichen, denn die drei grobstofflichen Ebenen des Materiereichs stellen nichts anderes dar als die verschiedenen Zustandsformen bzw. Verdichtungsstufen des Lichts (Welleaspekt, Teilchenaspekt, kohärenter Zustand zwischen beiden), welche die Grundlage und Struktur aller materiellen Welt ausmachen. Am germanischen Weltenbaum, der Esche Yggdrasil, werden die drei grobstofflichen Ebenen durch die drei Nornen Urd, Werandi und Skuld dargestellt, die den Schicksalsfaden (in anderen Mythen auch als Schlange oder Spirale dargestellt = DNS) spinnen. Hier die drei grobstofflichen Körper und ihre Zuordnungen:

Der Informationskörper ist der männliche, nach außen gerichtete Pol in der grobstofflichen Polarität des Materiereichs, aus ihm gehen der kosmische Pol der DNS (kosmischer Strang der Doppelhelix) sowie auch das Solarplexuschakra hervor. Der In-form-ationskörper entspricht der Raumaspekt und ebenso der „potentiellen Information“ (Welleaspekt) der Biophotonenlehre, er dient wie eine Antenne als Empfänger und als Sender für Informationen (Wellen, Popp’s „potentielle Information“) aus der Außenwelt.

Der Energiekörper ist der androgyne Körper der grobstofflichen Polarität, welcher die Aspekte der beiden gegensätzlichen Pole in sich vereint, er entspricht der „kohärente Zustand“ zwischen Welle und Teilchen (Energieaspekt) sowie auch das Sakralchakra. Der bipolare Zustand des Energiekörpers (Popp’s „kohärenter Zustand“) bezeichnet den gegenwärtigen Vitalitäts- und Energiezustand eines Systems, welcher ein Anzeiger dafür ist, inwiefern ein System mit den Informationen aus seiner Umwelt im Einklang schwingt und neue Informationen, also „potentielle Information“ aufnehmen und mit der „aktuellen Information“ verrechnen, harmonisieren und gestaltbildend oder -erhaltend umsetzen kann.

Der Materiekörper ist der weibliche, nach innen gerichtete Pol in der Polarität der grobstofflichen Welt, er steht für den irdischen Pol der DNS (irdischer Strang der Doppelhelix) sowie auch für das Wurzelchakra. Der Materiekörper entspricht der Masseaspekt sowie die „aktuelle Information“ (Teilchenaspekt) der Biophotonenlehre, er bezeichnet den bisher vorhandenen, jeweils den aktuellen Körper ausmachenden, derzeitig manifestierten Informationszustand eines biologischen Systems (Popp’s „aktuelle Information“).

Das Materiereich (= 1. Dimension) bildet als der Gegenpol zur 9. Dimension (= allbewußte Polarität) die unbewußte Polarität der Weltenseele (Ontologische Achse), in der das Allbewußtsein des All-Vaters in Form von vollkommenen, aber sich selbst unbewußten Prozessen in der Zeitlichkeit als immanenter Aspekt Gottes zum Ausdruck kommt. Diese den Naturprozessen immanente Erscheinungsform Gottes ist das Dasein der göttlichen All-Mutter. Die All-Mutter wird in vielen alten Naturreligionen als Göttin der Fruchtbarkeit und der Weisheit (z.B. Freyr, Ostara, Isis) verehrt.

Es wäre jedoch falsch, die All-Mutter vom All-Vater getrennt zu sehen, denn beide bilden zwei polare Aspekte (des absoluten, dreieinigen kosmischen Ur- bzw. Schöpfungsprinzips), die sich gegenseitig bedingen und erst zusammen die Wirklichkeit der Schöpfung ermöglichen. Es gilt zu verstehen, daß alles Dasein grundsätzlich aus dem einen absoluten kosmischen Urprinzip hervorgeht, welches über alle Zeiten alle Schöpfung in dreigegliederter, dreieiniger Weise gestaltet (siehe Magisches Quadrat), indem das raumzeitlose Geistprinzip (All-Vater) das Materieprinzip (All-Mutter) im Fluß der Zeit ewig wiederkehrend zyklisch durchdringt, wobei sich im Rahmen der sich daraus ableitenden kosmischen Gesetzmäßigkeiten in der Schöpfung ein ewiger Wandel vollzieht und das Leben fortwährend neugeboren wird.

Die Materie entspricht zwar dem Prinzip der Weiblichkeit (All-Mutter), doch enthält sie immer auch einen Aspekt des All-Vaters. Alle Erscheinungsweisen in der Zeitlichkeit der materiellen Welt (vom Mineralreich über das Pflanzen- und Tierreich bis zum Menschen) sind vom Geist des kosmischen All-Vaters (9. Dimension) durchdrungen und damit von ihm auch gewollt. Materie getrennt vom Geist des kosmischen All-Vaters gibt es nicht! – als die beiden polaren Aspekte des absoluten dreigliedrigen und dreieinigen Seinsprinzips (All-Vater/All-Mutter/Heiliger-Geist-Prinzip), aus dem sich sämtliche Gesetzmäßigkeiten und Erscheinungsformen der Schöpfung ableiten, bedingen sich Geist und Materie bzw. All-Vater und All-Mutter gegenseitig und bilden eine Einheit (eine Dreieinheit, siehe universelles Weltenseelenprinzip = Ontologische Achse). Die All-Mutter (materielle Welt, Physis, Naturreich, Mutter Erde) bildet im Rahmen dieser dreigliedrigen kosmischen Einheit eine eigenständige Wirklichkeitskategorie, die den in die Zeitlichkeit getretenen kosmischen Geist des All-Vaters (kosmische Blaupause des Bedeutungsinhalts der jeweiligen Erscheinungen in Abhängigkeit der Zeit) in sich aufnimmt und zyklisch als Erscheinungsformen des Naturreichs bzw. der Schöpfung hervorbringt bzw. gebiert.

Die Durchdringung der materiellen Erscheinungswelt vom Geistprinzip des kosmischen All-Vaters veranschaulicht das Symbol für Materie – das lagerhafte Dreieck mit den vier innenliegenden Dreiecken – in dem das auf der Spitze stehende mittlere Dreieck (Symbol für Geist) für den feinstofflichen Astralkörper steht und die drei kleinen lagerhaften Dreiecke für die drei grobstofflichen Körper. Aus ontologischer Sicht besteht die Materie also aus drei grobstofflichen und einem feinstofflichen Körper.

Die geometrische Darstellung der Materie (das lagerhafte Dreieck) läßt erkennen, daß jede Materie auch ein geistiges Element (auf der Spitze stehendes Dreieck) enthält.

Selbst Steine haben den Schimmer eines Astralkörpers. Von Wasser, aber auch von Kristallen weiß man, daß sie sich hervorragend zur Informationsübertragung oder Speicherung eignen. Die gesamte Natur ist beseelt, d.h. sie ist von Bewußtsein durchdrungen und wird von Lebenskraft (Prana, Od, Orgon o.ä.) in Form von Energie und Information durchströmt. Alles, was in der materiellen Welt existiert, hat einen eigenen, kleineren oder größeren Astralkörper, der die feinstofflichen Informationen zum Bedeutungsinhalt der jeweiligen Erscheinungen der Schöpfung enthält.

Zum Beispiel enthält eine keimfähige Eichel in ihrem Astralkörper den Plan und Bewußtseinsinhalt für das Gedeihen eines prächtigen Eichenbaumes als ätherische Blaupause ihres Höheren Selbst. Die Eichel trägt die Idee und die Anlage, ein Eichenbaum zu werden, als einen lebendigen geistigen Plan (Astralpotential) in sich – aus ihr kann keine Möhre und auch kein Kaninchen werden, sonder nur eine Eiche. Während des gesamten Wachstums- und Lebensprozesses erhält der Astralkörper der Eiche durch ihre Seele „feinstoffliches Prana aus dem kosmischen Pranafluß“ (Anmerkung: So würden es östliche Esoteriker beschreiben), d.h. die Eiche erhält Informations- und Lebensenergieimpulse, welche sie über kosmische Zyklen, elektromagnetische Felder u.ä. aufnimmt, mit denen sie in Resonanz tritt. Dadurch ist es der Eiche möglich, auf alle von außen auf den Wachstumsprozeß wirkenden Einflüsse zu reagieren (Trockenheit, Stürme, extreme Kälte, Waldbrand usw.), um den göttlichen Plan und Bewußtseinsinhalt, der in ihrem Astralkörper enthalten ist, in bestmöglicher Form zu verwirklichen.

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