Einigkeit und Recht und Freiheit

Herleitung der drei kosmischen Urprinzipien

In Grundlagen on 23. Februar 2012 at 16:56

Um dem Wesen der atlantisch-germanisch-deutschen Geistigkeit, Weltanschauung und Kosmologie und damit dem spirituellen Daseinsprinzip, welches das Deutschtum in seinem innersten Wesenskern ausmacht, tiefer auf den Grund gehen zu können, gilt es, die Weltensäule auf ihre innere Ordnung zu untersuchen. Als erstes sind dafür die der Weltenseele immanenten heiligen Urprinzipien herauszuarbeiten.

Die Weltensäule (Weltenseele) steht für die Verbindungsachse zwischen den beiden gegensätzlichen Polen Himmel (Geist) und Erde (Materie), sie ist das Symbol der Einheit von spiritueller und materieller Welt – der Einheit von Mensch und Natur mit Gott.

Aus philosophischer Sicht stellt die Weltenseele das kosmische Spannungsfeld dar, das sich zwischen den beiden antagonistischen Polen der Wirklichkeit, Geist und Materie (Geist-Materie-Polarität), und damit über das gesamte Wirklichkeitsspektrum der Schöpfung erstreckt. Die Weltenseele ist daher für jegliche tiefergehenden ganzheitlich-philosophischen Betrachtungen als ontologische Leitvorstellung grundlegend! (ganzheitlich = auch die spirituellen Welten und kosmischen Gesetzmäßigkeitenmit einbeziehend).

Die gesamte Schöpfung in ihrer unendlichen Vielfalt ist aus dem absoluten Urprinzip der Beziehung von Geist und Materie hervorgegangen, sie ist ein Prozeß von Involution und Evolution, von Materialisierung und Vergeistigung, welcher innerhalb der Geist-Materie-Polarität abläuft und nach den universalen Gesetzmäßigkeiten geschieht, die in diesem grundlegenden Polaritätsprinzip immanent enthalten sind und aus diesem abgeleitet werden können, wie z.B. das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Gesetz des Rhythmus, das Gesetz der Resonanz, des Karmas, der Reinkarnation usw.

Dieses polare Prinzip spiegelt sich in allen Dingen der Schöpfung wider, denn, da alles, was existiert, aus diesem Urprinzip entstanden ist, ist es auch in allem enthalten. Die kosmischen Urprinzipien, die dem Spannungsfeld der Geist-Materie-Polarität (= Weltenseele) innewohnen, leiten sich aus der kosmischen Beziehung ab, die zwischen den drei Wirklichkeitskategorien Geist, Materie und Seele besteht und entsprechen deren archetypischen Daseinsqualitäten. Nachfolgend die Herausarbeitung der drei kosmischen Urprinzipien der nordischen Kosmologie und der ewig gültigen Schöpfungsordnung – hier bewegen wir uns im Urquellbereich philosophischer Erkenntnisfindung:

 

1. Einerseits besteht im Kosmos der Willensimpuls (Involutions-Bestreben) eines allumfassenden und allbewußten, von Raum und Zeit unabhängigen kosmischen Einheitsbewußtseins (geistiger Pol; Einheit allbewußten Geistes; All-Vater; kosmischer Logos; transzendenter Gottesaspekt), sich in der materiellen Erscheinungswelt nach den immerwährenden kosmischen Gesetzen in der unendlichen Vielgestaltigkeit der Schöpfung offenbaren (verwirklichen) zu wollen, um sein geistiges Potential zum Ausdruck zu bringen und das Leben in den unterschiedlichsten Daseinsformen sowie auf den verschiedensten Erfahrungs- und Erkenntnisebenen selbst – als sein Selbst – zu erfahren. Diese geistige Primärkraft ist die Willenskraft des allbewußten himmlischen All-Vaters (Vaterarchetypus; Wille-Macht-Aspekt – „Dein Wille geschehe“), welcher das Abenteuer des Lebens in einem logisch (kosmischer Logos) aufeinanderfolgenden, sinnvollen zyklisch-dialektischen Erfahrungszusammenhang (im Fluß der Zeit) mit all seinen Freuden und vielfältigen Erfahrungswerten in Ewigkeit erfahren will.

 

2. Andererseits besteht in der Vielheit der offenbarten diesseitigen Erscheinungswelt (materieller Pol; Erde; physische Welt; Naturreich), ein Strebeimpuls zum Geistigen (Evolutions-Bestreben), denn alles in der Vielfalt der Schöpfung (der physischen Welt) Offenbarte, lebt in dem Bewußtsein, von der Einheit (allbewußten Geistes) getrennt zu sein. Das Bewußtsein der Trennung von der Einheit schafft die Polarität von Geist (Einheit) und Materie (Vielheit) und somit eine zweite Bewußtseinskraft, die Kraft der kosmisch-irdischen All-Mutter (immanenter Gottesaspekt), welche das Bestreben hat, den Zustand des Getrenntseins bzw. die Dualität zu überwinden, um in den paradiesischen Zustand der Einheit zurückzukehren. Diese zweite Kraft ist die weibliche Strebekraft der Mutter Natur (Fruchtbarkeits- bzw. Weisheitskraft), die Sekundärkraft der Materie, die an die Begrenzungen der Materie (Masse, Energie, Raum und Zeit) gebunden ist, diese aber zu überwinden versucht, indem sie durch Erlangung von Weisheit Vergeistigung anstrebt bzw. ihre innere geistige Blaupause bzw. Bestimmung (z.B. Hervorbringung von Blütenpracht, Früchten usw.) zu erfüllen versucht (Mutterarchetypus; Fruchtbarkeits- bzw. Weisheitsaspekt).

 

3. Um diese Beziehung zwischen den beiden archetypischen Prinzipien bzw. Kräften herstellen und aufrecht erhalten zu können, bedarf es jedoch einer Verbindung – die gegensätzlichen Pole von Geist und Materie verlangen nach einem dritten Element, das die Getrenntheit der beiden gegensätzlichen polaren Kräfte zu überwinden hilft. Zu der Bewußtseinskraft der Allbewußtheit (Geist) und der Bewußtseinskraft des Getrenntseins (Materie) gesellt sich die ausgleichende und verbindende Kraft der Mitte, der Seele, welche die dritte archetypische Bewußtseinskraft darstellt, mit der die Pole von Geist und Materie die grundlegende Dreieinheit bilden. Die Seele (Androgyner bzw. Kind- bzw. Heiliger-Geist-Archetypus; Liebes- bzw. Kohärenzaspekt), welche zwischen diesen beiden gegensätzlichen Antagonisten wirkt und vermittelt, enthält die Aspekte beider kosmischen Wirklichkeitspole, sie ermöglicht die Involution des Geistes sowie auch die Evolution des Lebens aus dem Materiellen sowie das Streben nach geistiger Vervollkommnung und hilft die Trennung von Subjekt und Objekt (die Dualität) zu überwinden.

 

In diesen drei Urprinzipien offenbart sich der dreieinige Wesenskern der nordischen Kosmologie und Gottesvorstellung. Diese drei Urprinzipien bilden die der Wirklichkeit zugrunde liegende Struktur, sie sind die alles durchdringenden, ewig gültigen kosmischen Urkräfte, welche die Schöpfung der materiellen Welt verursachen und das dreieinige Schöpfungsprinzip ausmachen, das in allen materiellen und geistigen Erscheinungen des Lebens wiederzufinden ist. Aus diesen drei Urprinzipien gehen die Grundzyklen des Schöpfungsprozesses hervor, sie sind die ursächlichen Kräfte, welche die Involution und Evolution des kosmischen Geistes und damit alles Leben ermöglichen. Jegliches Leben vollzieht sich nach den Impulsen dieser Kräfte und im Rhythmus ihrer Zyklen, aus ihnen leiten sich alle weiteren Unterzyklen, Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten der Schöpfung ab. Die gesamte Schöpfung, gestaltet sich nach diesem absolut grundlegenden kosmo-archetypischen „Geist/Körper/Seele-Prinzip“ bzw. „All-Vater/All-Mutter/Weltenseele-Prinzip“! – daher sind auch alle wahrhaftigen wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnisgrundlagen über das Dasein von diesen drei kosmischen Urprinzipien ontologisch abzuleiten.

 

Wer nicht akzeptieren will, daß die Heilige Dreifaltigkeit aus einem männlichen, einem weiblichen und einem dritten Prinzip – dem Kind – besteht, der wird weder von Philosophie noch von Leben etwas begreifen.“

Omraam Mikhael Aivanhov (1900-1986, französischer Philosoph bulgarischer Herkunft; Die geistige Galvanoplastik und die Zukunft der Menschheit, S. 192)

 

In diesem grundlegenden dreieinigen Ordnungsprinzip steht der kosmische All-Vater für den transzendenten (von Raum und Zeit unabhängigen und sinnlich nicht erfahrbaren) und die irdische All-Mutter für den immanenten (der Natur innewohnenden) Aspekt Gottes. Die Seele ermöglicht die Einheit beider gegensätzlicher Pole und damit sowohl die Involution als auch die Evolution des kosmischen Geistes. Alle drei archetypischen Urprinzipien bedingen sich gegenseitig, zusammen machen sie die Ganzheit des kosmischen Schöpfungsprinzips aus. Da die Seele das verbindende Element zur Übermittlung der heiligen kosmischen Informationen bzw. des Heiligen Geistes darstellt, bezeichnen wir dieses allerheiligste dreieinige Schöpfungsprinzip als „Vater/ Mutter/Heiliger-Geist- Prinzip“. Gott ist also nicht nur der transzendente geistige Pol der Schöpfung im Kosmos, nicht nur der All-Vater, sondern auch die Schöpfung selbst ist göttlich! – Gott ist das dreieinige Prinzip aus All-Vater, All-Mutter und Heiligem Geist.

(Anmerkung: Im paulinistischen Kirchentum, allgemein als „Christentum“ bezeichnet, hat man den Dreifaltigkeitsglauben erst später künstlich zusammengebastelt, um die Germanen leichter „christianisieren“ zu können. Ursprung des wahren Dreifaltigkeits-„Glaubens“ bzw. Wissens ist aber die urnordische Sonnenreligion! Das paulinistische Kirchentum hat die heilige ur-nordische Dreifaltigkeit zu einem „Vater/Sohn/Heiliger-Geist-Prinzip“ verfälscht, wodurch die patriarchalische Geistigkeit der paulinistischen Heuchelreligion zum Ausdruck kommt, welche das weibliche Prinzip schon im Urprinzip und bei der Aussprechung des Segens unterdrückt. Die Unterdrückung der Weiblichkeit ging sogar soweit, daß den Frauen von der Katholischen Kirche über mehrere Jahrhunderte abgesprochen wurde, überhaupt eine Seele zu besitzen. Wenn wir im Namen Gottes segnen, dann sollte im Sinne des heiligen dreieinigen kosmischen Schöpfungsprinzips die Aussprechung des Segens so lauten: „Ich segne Dich im Namen des Vaters, der Mutter und des Heiligen Geistes – so sei es“.)

In den Sanskrit-Schriften der vedischen Kultur (…) werden diese drei kosmischen Urkräfte als das Denken, Fühlen und Wollen des höchsten Wesens, des dreifältigen Brahman bezeichnet, aus dem die drei Halbgötter – Brahma, Vishnu, Shiva – hervorgehen.

Entnommen aus: RB Nr. 7, Neue Gemeinschaft von Philosophen, S. 336-339

 

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